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Sammlung für den Postmeilenstein beginnt

03.01.2021

In diesem Jahr wollen wir ein neues großes Vorhaben anpacken: die Restaurierung und Neuaufstellung des Preußischen Postmeilensteins in Rogätz. Etwas über 9.000 Euro werden dafür benötigt. Mit 2.500 Euro fördert der Landkreis das Projekt. Die Gemeinde hat auch Unterstützung zugesagt. Wer ebenfalls zum Gelingen beitragen möchte, kann dies gern mit einer Spende tun.

 

Vor fast 220 Jahren wurde der preußische Ganzmeilenstein an der Straße zwischen Rogätz und dem Sandkrug aufgestellt. Im Auftrag von Generalpostmeister Graf von der Schulenburg-Kehnert. Dieser Ganzmeilenstein gab den Abstand von 4 Meilen ab dem Nullpunkt auf dem Alten Markt in Magdeburg an.

 

1 Preußische Meile entspricht 7.532,48 m

4 Meilen sind also 30.129,92 m, also etwas über 30 km

 

Der Stein stand an der Postroute von Magdeburg nach Tangermünde. Der Kurs führte weiter über Kehnert und Tangermünde nach Havelberg und Hamburg.

 

Angefertigt hatte diesen Stein und weitere 126 Exemplare der Steinmetz Johannes H. Siedersleben in Seehausen/Börde. Der Meister nutzte mehrere Steinbrüche, unter anderem die sogenannte „Domkuhle“ bei Ummendorf. Mit dem dortigen Sandstein wurden schon der Magdeburger Dom, die Magdeburger Paulskirche und das Schloss Sanssouci in Potsdam erbaut.

 

Die insgesamt 127 angefertigten Meilensteine entsprachen einer Masse von ca. 252 Tonnen. Die Obelisken wurden auf einer Strecke von insgesamt 33 Meilen, also 250 km, aufgestellt. Von diesen technischen Denkmalen existieren heute nur noch wenige.  

Deshalb soll der Rogätzer Stein jetzt restauriert und hier als Denkmal im Jahr 2021 neben dem „Tintenfass“ wieder aufgestellt werden.Es ist zu gegebener Zeit eine feierliche Einweihung geplant.

 

Die Heimat- und Kulturfreunde sammeln ab sofort Spenden für die Aktion „Postmeilenstein“.

 

Heimat- und Kulturfreunde Rogätz.

Bördesparkasse IBAN: DE85 8105 5000 3400 0276 68, BIC: NOLADE21HDL  

Kennwort "Postmeilenstein"

Der Verein ist berechtigt Spendenquittungen auszustellen.

 

Foto: So wie der Ganzmeilenobelisk in Ottersleben soll unser Stein auch einmal aussehen